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Rückblick Land und Leidenschaft

Rückblick LAND- UND LEIDENSCHAFT

Anfang Mai fuhren 20 Jugendliche der Pfarrei St. Jakob nach Ney, einem kleinen Ort im Vorderhunsrück. Sie wollten ihren eigenen Leidenschaften auf den Grund gehen. Aber auch den Leidenschaften der Menschen dort im Hunsrück.

Es wurde viel inhaltlich gearbeitet und auf das eigene Selbstverständnis geschaut: Wer bin ich? Wo habe ich meine Leidenschaften? Wer will ich als Betreuer sein? Biblische Figuren wurden als Beispiel herangezogen; z. B. Mose, der aufgrund einer tiefen Gotteserfahrung seine LEIDENSCHAFT entdeckte: Das Volk Israel aus der Gefangenschaft in das gelobte LAND zu führen.

 

Der Hunsrück bot den Jugendlichen aber auch einige Menschen, die in ihrer Landschaft leidenschaftlich ihrer Arbeit nachgehen. So lernten wir zuallererst Waltrude und Winfried kennen. Zwei ältere Menschen, die seit Jahren die Tradition des Brotbackens in einem alten Backhaus aufrechterhalten – und wir durften mit anpacken und mit backen: Bauernbrot, „Abbelebum“ und „Platz`“. Natürlich machten die zwei Original Hunsrücker auch Pizza, belegt mit Schinken von selbst geschossenen Wildschweinen und selbst gesammelten Pilzen. Es war einfach und lecker.

Eine andere Gruppe besuchte einen Biobauernhof. Ein junges Ehepaar hat den Hof übernommen und bewirtschaftet ihn nun leidenschaftlich als Biohof. Wir lernten die Ziegen, Rinder, Hasen und Hühner auf dem Hof alle kennen. Ein schöner Moment war, als eine Ziege ein junges Zicklein auf die Welt brachte. Aber auf so einem Hof muss auch gearbeitet werden: Wir halfen beim füttern der Tiere, beim melken, beim Käsemachen und natürlich auch beim schlachten. Fünf Hühner wurden von uns und dem Bauern geschlachtet, gerupft, ausgenommen und auch anschließend zubereitet und gegessen: Leben und Tod sind auf so einem Hof ständige Begleiter und zum Überleben einfach notwendig.

Abgerundet wurde das Erkunden der Landschaft mit einer lustigen Traktorfahrt und einer Wanderung an den Rhein. Dort erwartete uns bereits Walter Perll, ein junger Winzer, der uns seinen Betrieb und seine guten Weine präsentierte.

Zufrieden uns satt fuhren wir nach der sonntäglichen Messfeier nach Hause. Denn: Nicht nur im Saarland „gebdd gudd gess“.

Diakon Oliver Seis

 

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