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QUADRAGESIMA 2010. "Rosenkranzsonaten" an drei Sonntagen in der 11:00 Uhr Eucharistiefeier

Am 1. & 3. & 5. Sonntag in der Quadragesima führen Mechthild Blaumer, Violine, und Lutz Gillmann, Cembalo, in der Eucharistiefeier um 11:00 Uhr in St. Jakob ausgewählte "Rosenkranzsonaten" des Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) auf. Die musikalische Betrachtung des Leidens Jesu soll die liturgische Mitfeier im Gewohnten einmal unterbrechen, um so vielleicht neu zu entdecken, was so vertraut erscheint.

Einen berühmten Sonderfall "marianischer" Instrumentalmusik stellen die "Rosenkranz-Sonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) dar, die auch "Mysteriensonaten" genannt werden. Der adlige Komponist Biber von Bibern wirkte unter anderem in Salzburg. Seine 15 marianischen Meditationen sind eingeteilt in drei Zyklen zu je fünf Sonaten. Im Klang der tänzerisch, bisweilen auch überaus virtuos geführten Violine, begleitet von den Instrumenten des Generalbasses (etwa Violone, Violoncello, Laute und Orgel), hören wir von den Geheimnissen des Freudenreichen, des Schmerzhaften und des Glorreichen Rosenkranzes. Allen Sonaten ist ein passendes Bild vorangestellt (siehe Foto). Außerdem verwendet Biber reichlich die sogenannte "Skordatur", das heißt das Umstimmen von Saiten auf der Geige, womit nicht nur akkordisches Spiel verbunden ist, sondern auch höchst eigenwillige Klangwirkungen auf den stärker oder schwächer als gewöhnlich gespannten Saiten.

Bibers Widmung an den Erzbischof Max Gandolph von Salzburg schließt mit den Worten: "Ich habe das ganze Werk der Ehre der XV Heiligen Mysterien gewidmet, die Ihr so ausgesprochen fördert." Vermutlich erlebten diese Sonaten ihre ersten Aufführungen im liturgischen Kontext von Rosenkranz-Andachten. Heute sind sie vorwiegend im Konzert zu hören. Dennoch bleiben sie die eindrücklichste Musik, die je zum Rosenkranzgebet erfunden wurde: höchste Kunst und musikalische Verkündigung in überzeugender Einheit.

Dr. Meinrad Walter


Mehr Informationen und die Bilder, die dem Komponisten als Inspiration dienten finden Sie hier

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