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»Quid hoc ad aeternitatem?« - »Was wiegt vor dem Ewigen?«

Diese Frage des hl. Aloysius Gonzaga SJ ist zum Jahresbeginn keine schlechte Frage. Und das Titelbild illustriert, daß manch leicht Anmutendes gewichtig und manch schwer Anmutendes leicht sein kann.

Die innere Ausrichtung auf »das Ewige« ist die christlich passende Wiegevorrichtung, durch die das eine wie das andere erkennbar und im Leben lebbar wird. Die Frage nach diesem »Ewigen« darf auch in unserer übermodernen Gesellschaft wieder gestellt werden. Ich selbst stehe der These von der »Wiederkehr des Religiösen« gegenüber skeptisch gegenüber, aber eine Konsequenz einer in vielem weltanschaulich »gleichgültigen« Gesellschaft ist, daß das Religiöse vorkommen darf (freilich als ein Aspektchen unter mehr als vielen anderen).

Die »Maschinerie« des Alltags läuft also wieder in unverminderter Geschwindigkeit. Ein gewisses Innehalten leisten wir uns in der Pfarrei noch durch den Neujahrsempfang für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Samstag, da dieser Pfarrbrief erscheint. Eine Aufgabe, die uns 2012 in pfarrlicher Sicht beschäftigen wird (vor allem in den Gremien, aber nicht nur dort) wird sein, wie die im vergangenen Jahr rechtlich gegründete Pfarreieingemeinschaft aus St. Jakob und Christkönig auch vollzogen und sichtbarer wird. Eine Perspektive, die auch dabei hilfreich sein kann, ist die oben genannte Frage, »Quid hoc ad aeternitatem«?
Denn – auch wenn es uns schwerfällt – die Strukturreform unseres Bistums hat nicht sich selbst zum Inhalt, sondern setzt die Bedingungen, in denen wir die Frage nach DEM Ewigen ermutigend den Menschen auf der linken Saarseite stellen dürfen.
Ob wir als Pfarrei- und Pfarreiengemeinschaft dabei schon realisiert haben, daß die sich immer mehr ausdifferenzierenden Wirklichkeiten der Menschen von heute auch eine entsprechende Widerspiegelung in den Wirklichkeiten einer Pfarrei finden, ist mir fraglich. Ob die Diskussionen, die wir innerkirchlich führen, dabei die sind, die uns diesen Wirklichkeiten (um des Ewigen willen!) näher bringen, ist nicht minder fraglich.

Wenn das Jahr 2012 uns dem Erkennen dieser Wirklichkeit unter der Ewigkeitsperspektive etwas näher bringt, und wenn dabei die Heilig-Rock-Wallfahrt förderlich und dienlich ist, dann sind wir nicht nur unter dem physikalischen Zeit-Aspekt dem näher, dem wir näher kommen sollten: Dem einen und ewigen Gott!

Ein gesegnetes Jahr 2012!

dechant benedikt welter, pfarrer

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